So setzt du richtig Ziele!

Ziele
Posted by Erndwein singt

Der Jahreswechsel steht kurz bevor und warum diese Zeit nicht dazu nutzen, das Jahr Revue passieren zu lassen und sich Gedanken über seine Ziele im nächsten Jahr zu machen.

Auch wenn das hier ein Gesangsblog ist, lassen sich die Ideen hier selbstverständlich auch auf alle anderen Bereiche übertragen.

Zunächst einmal:Warum sollte man sich Ziele setzen? Man weiß doch grob, wohin die Reise gehen soll. Da muss man doch nicht alles minutiös planen?”, mag sich mancher einer vielleicht denken.

Genau zu diesem Thema gibt es wahnsinnig viele schlaue und auch inspirierende Sprüche und Zitate von diversen Größen aus der Geschichte. Und auch im Life & Mental Coaching wie auch der Psychologie ist man sich einig: Ja, Ziele setzen ist wichtig. Denn, was passiert wenn du dir keine Ziele setzt? Du irrst umher. Du machst wahllos Dinge, ohne dass sie zu irgendetwas führen und dadurch bist du nicht strukturiert und wunderst dich, warum du so im Strudel gefangen bist und nichts gebacken bekommst.

Wenn du dir aber ein Ziel setzt, dann hast du es vor Augen und richtest dein Handeln danach aus, damit du eben genau dieses Ziel erreichst. Du bist also fokussiert, und das motiviert, weil du ja auch siehst, wo du gerade stehst und wie du weiterhin handeln kannst, um das Ziel zu erreichen.

Also klingt es doch plausibel, sich Gedanken über seine Ziele zu machen, oder?

Ziele können groß und auch klein sein. Wenn du dir ein großes Ziel setzt, dann ist es wichtig, dir kleine Zwischenziele zu stecken. Ein großes Ziel kann doch manchmal sehr überwältigend sein. Wenn du nur den riesengroßen Berg vor dir siehst, den du zu erklimmen hast, um anzukommen, dann suchst du schon nach Ausreden, bevor du überhaupt den ersten Schritt gewagt hast. Oder du verlierst dich in Übungen oder Liedern, die dich nicht voran bringen. Die Zwischenziele sind also kleine Ziele, die dich zu deinem größeren Ziel hinführen. Und diese kleinen Ziele zu erreichen, motiviert ungemein.

Eine Herangehensweise, dir Ziele zu setzen, ist die SMART-Methode.

Davon hast du bestimmt schon gehört. Ziele sollten also Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein, damit man langfristig motiviert und fokussiert bleibt.

Also formuliere dein Ziel so genau wie möglich, gib Zeit- oder Mengenangaben mit an, plane sie so, dass du Zeit und Lust hast, diese zu erreichen. Am besten sind sie in der dir verfügbaren Zeit und Mitteln machbar und gib auch ein Zeitfenster an, bis wann du dein Ziel oder die jeweiligen Zwischenziele erreicht haben möchtest. Nämlich, je genauer du dein Ziel ausdrückst oder formulierst, desto eher bleibst du bei der Stange.

Beispiele für Ziele, die nicht SMART sind, sind:

  • Ich möchte singen lernen.
  • Ich möchte mich selbständig machen.

Das sind Wunschäußerungen, im besten Fall sind es schwammige Ziele: Ich werde singen lernen. Warum ist es nicht SMART? Es ist unspezifisch und nicht messbar. Denn, woran machst du denn fest, dass du singen gelernt hast? Wann hast du dieses Ziel denn erreicht? Wenn du endlich Töne triffst oder wenn du einen Song singen kannst?

Genauso mit dem Wunsch: Ich möchte mich selbständig machen. Toll! Großartig. Aber mit dieser Äußerung willst du das auch noch in zehn Jahren.

Du siehst, worauf ich hinaus will. Mach es dir mit deiner Zielformulierung so schwer wie möglich, es nicht einhalten zu können.

Bis zum 30. Mai 2024 möchte ich soweit singen können, dass ich mindestens 2 Oktaven souverän singen kann und mir dadurch ein gutes Repertoire aufbauen kann, um dann meine Schwester bei ihrer Hochzeit mit einem einstündigen Auftritt  zu überraschen. Das erreiche ich, indem ich wöchentlichen Gesangsunterricht nehme, mit diesen Übungen dann mindestens 4-mal die Woche für jeweils 20 Minuten trainieren werde und mir Songs überlege, die ich singen möchte. Dann bearbeite ich jeden Monat einen Song mit meinem Gesangslehrer. Das halte ich alles in meinem Übe- und Ziel-Tagebuch fest.

Hier in diesem Beispiel haben wir das Hauptziel genannt: Am 30. Mai 2024 die Schwester mit einem einstündigen Auftritt zu überraschen. Zwischenziele sind also, mindestens 2 Oktaven zu knacken und ein Repertoire aufbauen. Schritte, um all das zu erreichen wurden auch genannt.

Wichtig ist, dass du es wie gesagt auf dich zuschneidest. Wenn du zum Beispiel nicht viel Geld zur Verfügung hast, dann reichen auch schon 60 Minuten einmal im Monat bei einem Gesangslehrer deines Vertrauens. Wenn er weiß, was er tut, dann wirst du auch dann enorme Fortschritte machen. Oder wenn du zeitlich sehr eingeschränkt bist, dann übe 5- oder 6-mal die Woche, aber dann nur für 15 Minuten.

Wenn du dir zu ehrgeizige Ziele steckst, dann kann es passieren, dass sie dich überwältigen. Wenn du 5-mal die Woche für jeweils eine Stunde üben möchtest, was glaubst du, passiert, wenn du es mal ein paar Tage nicht schaffst? Dann bist du frustriert und demotiviert. Sorge also dafür, dass die Schritte so klein sind, dass du dich nicht dafür erst überwinden musst oder extra Zeit freischaufeln musst.

Je einfacher du es dir machst, desto eher bleibst du dran und dann erzielst du stetige Fortschritte.

Wenn du das Ziel vor Augen hast, dann kannst du anfangen zu planen. Mach ein Brainstorming, lege dein Gesangstraining mit dem Fokus auf dieses Ziel aus. Was braucht es, damit ich Ziel XYZ erreiche? Welche Schritte sind nötig? Und wenn du dir dann ein Ziele-Tagebuch oder eine Excel-Liste anlegst, in denen du all deine großen und auch kleinen Ziele festlegst mit den jeweiligen Schritten, die dich dorthin führen, dann kannst du immer darauf zugreifen und schauen, wo du gerade stehst. Und es ist ein großartiges Gefühl, all die Schritte und Zwischenziele abzuhaken und so stetig immer weiter voranzukommen.

Manchmal tut man sich schwer, sich Ziele auszudenken, deshalb hier einfach mal eine Liste zum Ideensammeln:

  • Regelmäßig Gesangstunden bei Dani nehmen
  • Danis 6-monatigen Gesangskurs Rundum-SingLOS!-Paket Starterkit buchen und absolvieren,
  • einmal im Monat einen neuen Song lernen, aber dann auch intensiv daran arbeiten, dass er von vorne bis hinten sitzt.
  • Musiker zum gemeinsamen Musizieren suchen & auch finden
  • Jeden Monat einen Song schreiben
  • 2 Tage Stimmruhe in der Woche
  • 5x wöchentlich jeweils 15 Minuten Stimmtraining machen
  • bis zum soundsovielten meinen Tonumfang um soundsoviele Halbtöne nach oben erweitern
  • eine Webseite als Sängerin erstellen
  • Einmal wöchentlich Reels mit meinem Gesang posten
  • in 1 (2, 3 oder X) Jahren soundsoviele Oktaven singen können.

Du siehst, diese Liste lässt sich endlos weiterführen und den Ideen für kleine oder auch große Gesangsziele (und auch Zwischenziele) sind keine Grenzen gesetzt. Setze dir Tagesziele, Wochen- oder Monatsziele oder Langzeitziele. Hauptsache, du machst sie so SMART wie möglich.

Ich freue mich, wenn ich dich dazu inspirieren konnte, einfach etwas strukturierter an deinen Gesang heranzugehen. Du wirst schnell feststellen, wie befriedigend das ist. So übst du einfach zielführend und effektiv und das ist ein wahrer Frust-Killer.

Den allerwichtigsten Punkt, wenn es um das Thema Ziele geht, habe ich mir für den Schluss aufgehoben:

Nicht selten arbeiten wir echt hart, um etwas zu erreichen. Und wenn wir es dann geschafft haben, haken wir es innerlich ab und wenden uns sofort dem nächsten Ziel zu.

Deshalb:

Feiere bitte deine Erfolge. Feiere dich und das Erreichen deines Zwischenziels oder Hauptziels. Sei stolz auf dich. Klopf dir auf die Schulter. Gönne dir etwas zur Feier des Tages, etwas ganz Besonderes. Und erzähle von deiner Leistung. Sei stolz darauf. Das hat nichts mit Eigenlob zu tun, sondern einfach nur mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Du bist es dir selbst wert, dich und deine Erfolge zu feiern, denn du hast hart gearbeitet, bist trotz diverser Hindernisse oder auch Rückschläge drangeblieben. Wow! Herzlichen Glückwunsch!

Welches Ziel möchtest du dir endlich vornehmen? Lass es mich bitte in den Kommentaren wissen.

Bis zum nächsten Mal.

Deine,

 

Dani 💛

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