Üben will gelernt sein – so schaffst du eine gute Überoutine

Singen üben
Posted by Erndwein singt

Lass mich dir folgende Frage stellen: Wie übst du denn eigentlich? Was antwortest du mir dann?

Üben will gelernt sein, damit wir motiviert und fokussiert bleiben. Wenn wir halt einfach ganz ohne Struktur drauf los singen, dann macht sich schon bald statt eines Erfolgserlebnisses etwas anderes breit: Nämlich Frust. Dazu folgt in naher Zukunft aber ein separater Blogartikel.

Aber wie schaffen wir es denn nun, eine gute Überoutine zu schaffen und dabei noch Freude beim Trainieren der Stimme zu haben?

Wichtig – wie übrigens bei allem, was man (neu) lernt – ist, dass man sich nicht überfordert. Überforderung sorgt dann meist dafür, dass der innere Schweinehund von der Leine gelassen wird. Mach also lieber kleine Schritte, die du aber auch dann locker einhalten kannst, wenn mal der Alltagstrubel über dich herein bricht, als zu große Schritte, die dich so sehr frustrieren, dass du dann aufgibst, weil du das Pensum einfach nicht aufrechterhalten kannst.

Hier also nun ein paar Tipps, wie du richtig übst und dir eine gute Überoutine schaffst:

  • Setz dir einen festen Termin:

Wenn du dir deine Übezeiten fest in den Kalender einträgst, dann hältst du dich eher daran. Die Termine lege am besten mindestens eine Woche im Voraus für die Folgewoche fest. Behandle sie so, wie du alle wichtigen Termine behandelst, wie Arzttermine, Coaching-Termine, Treffen mit Freunden …

  • Mach dir einen Plan:

Mach nicht einfach wahllos irgendwelche Gesangsübungen. Sei dir bewusst, was deine Stimme braucht. Mach ein kurzes Warm-up und fokussiere dich dann pro Übe-Session auf ein oder zwei bestimmte Themen, z. B. Warm-up, dann Flageolet und dann Chest-Dominant Mix. Variiere dann die Übungen und Themen pro Übe-Session.

  • Übe regelmäßig:

Zum Singen werden ganz viele Muskeln beansprucht. Wie alle Muskeln müssen diese regelmäßig trainiert werden, damit sie nicht verkümmern. Wichtig hierbei ist, dass es kürzere Einheiten sind. Täglich oder auch nur 3 – 5 Tage pro Woche nur 10 oder 20 Minuten Stimmtraining sind besser als einmal wöchentlich für 2 Stunden.

  • Setz dir einen Timer:

Mach nicht einfach so lange, wie du Lust hast. Setz dir einen Timer, z. B. auf 10 oder 20 Minuten. Wenn er losgeht, hör auf. So garantierst du, dass du des Übens nicht überdrüssig wirst und so auch effektiver übst. Ein großes Plus: Du freust dich schon auf die nächste Übe-Session! Erhöhe die Übezeit erst nach zwei oder drei Wochen und dann allerhöchstens in 5-Minuten-Schritten, also z. B. von 10 auf 15 oder von 15 auf 20 Minuten. Wenn du mit dem Pensum gut zurecht kommst und noch mehr machen willst, dann erhöhe wieder nach ein paar Wochen. So überforderst du dich nicht. 

  • Führe ein Übetagebuch:

Trage ein, wie lange du geübt hast, was genau du geübt hast, wie die Übungen geklappt haben und vor allem wie sie sich angefühlt haben. Wie ging es dir vorm Üben und wie danach? Welche Übungen machen dir Probleme? Woran könnte das liegen?

  • Nimm dich beim Üben auf: 

Das kann einfach nur eine Audio-Aufnahme sein oder ein Video. Höre dir das dann an. Was fällt dir auf? Was machst du gut? Wo besteht noch Handlungsbedarf? Das kann dir vor allem dann helfen, wenn du Gesangsunterricht nimmst. So kannst du deinem Lehrer direkt sagen, was noch nicht so gut läuft und woran du arbeiten möchtest. Sei bei deiner Eigenanalyse ehrlich und konstruktiv. Behandle dich so, wie du einen lieben Freund behandeln würdest. Will sagen, sei lieb zu dir!

  • Hab Spaß am Üben:

Üben ist Ansichtssache. Wenn du es als notwendiges Übel betrachtest, dann übst du auch so: Verbissen, genervt, frustriert. Wenn du das Üben aber schon als das ansiehst, was es ist, nämlich Singen, dann gehst du vielleicht liebevoller damit um, weil du es ja liebst zu singen! Und dann probierst du dich aus, hast Spaß und nimmst dich auch nicht zu ernst!

  • Nimm dir Auszeiten:

Deine Stimme braucht auch mal eine Pause. Gönn dir mindestens einmal wöchentlich einen Tag Stimmruhe, wo du gar nicht singst. So kann sie sich regenerieren und das Üben an den anderen Tagen macht doppelt so viel Spaß.

  • Und last but not least: Mach es zur Gewohnheit.

Das geschieht nicht über Nacht. Das bedeutet, bleib dran. Es dauert einige Wochen, bis eine neue Aktivität zur Gewohnheit wird. Das bedeutet, trage dir auch noch in drei Wochen deine Übe-Sessions in den Kalender ein, erhöhe die Übezeiten in kleinen Schritten, nimm dich nicht zu ernst und zelebriere auch mal deine Stimmruhezeiten.

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Wenn du ein paar dieser Tipps beherzigst, dann wirst du auf Dauer effizienter üben und konstante Fortschritte erzielen und auch der Übe-Frust löst sich in Luft auf. Was sind deine Erfahrungen mit dem Üben?

Bis zum nächsten Mal,

Deine,

 

Dani 💛

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